Neulich begleitete ich meine bessere Hälfte in eine kleine Studentenkneipe, in der eine Ihrer Arbeitskollegin an diesem Abend als DJ auflegen durfte. Wir kamen also in die Kneipe, die eher wie ein überdimensionierter Jugendkeller aussah, mit Tischen, in die sich jeder schnitztechnisch verewigen durfte, und gepolsterten Bierkisten als Sitzgelegenheit, eingebettet in Kicker, Dart, Billiard und Co.
Und wie so oft in solchen Kneipen fanden sich unzählige St. Pauli – Aufkleber „St. Pauli gegen Rechts“ auf Wänden, Tischen und dem DJ-Pult. Mal ganz abgesehen davon, dass die Hälfte der Leute, die diese Aufkleber überall hinbappen überhaupt nicht einmal am Millerntor waren – schließlich gehört es ja anscheinend zum guten Ton in der linken Szene St. Pauli Fan zu sein, egal ob man Fußball mag oder nicht – stellte sich mir dennoch eine Frage: Warum werden diese Aufkleber nicht wie alle anderen auch mehr oder weniger sauber entfernt?
Vielleicht, weil man dieser Aussage eher zustimmt und diese besser zu vertreten ist als „Hoffenheim Ultras“. Wer will denn schon als Rechter gelten in einer eher alternativen Kneipe – oder sonstwo, wo man die Sticker findet.
Damit wurde mir sofort ein neues Projekt klar: Wir brauchen Sticker, die die Menschen nicht nur vom Verein her ansprechen, sondern die Themen von breiten Bevölkerungsschichten aufgreifen! Beispiel Tierschutz: Arminia gegen Robben schlachten! Oder für die diversen „Horror-U-Bahnhöfe“ (Zitat aus einer Münchner Tageszeitung): „Arminia against Robbery“. Oder vielleicht doch lieber etwas positiv ausgedrückt?: „Arminia für Freibier!“ – Obwohl, das würde dann wohl doch wieder vom Wirt entfernt werden…